Bayern braucht kluge Förderprogramme statt selektiver Kaufprämie

Zur Debatte um die Unterstützung einzelner Industriezweige in der Krise erklärt Claudia Haimer, Vorstandsvorsitzende des VDMA Bayern:

„Ein umfassendes Konjunkturprogramm nach Corona muss technologieneutral die gesamte Wirtschaft fördern. Nur dann werden wir nachhaltig Wachstum über alle Wirtschaftszweige schaffen. Kaufprämien für Autos sind hingegen Einzelmaßnahmen. Sie wirken selektiv, diskriminieren andere Produkte und erzeugen Mitnahmeeffekte.

Wir fordern daher die bayerische Staatsregierung auf, Förderungen für eine moderne Infrastruktur und insbesondere die Digitalisierung und Energieeffizienz zu unterstützen. Ergänzend muss Forschung und Entwicklung über die gesamte Industrie gefördert werden, etwa durch eine allgemeine degressive Abschreibung oder einer sofort wirksamen Einführung der auf Zukunftsinvestitionen gerichteten steuerlichen Forschungsförderung. Ein Strohfeuer verbrennt nur Steuergeld. Wir haben jetzt die Chance den Standort Deutschland und insbesondere Bayern nachhaltig wettbewerbsfähig zu machen.“

Haben Sie noch Fragen? Elgar Straub, Geschäftsführer des VDMA Bayern,
elgar.straub@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Der VDMA Bayern vertritt mehr als 460 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 236.800 Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 54,4 Milliarden Euro (2019) ist der Maschinenbau einer der führenden Industriezweige insgesamt.

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