Corona-Krise: Unterstützung für bayerische Unternehmen

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Einen Überblick sowie die dazugehörenden Kontaktmöglichkeiten und Webadressen haben wir zu Ihrer Information und Übersicht im folgenden zusammengestellt. Wir hoffen, Sie damit in Ihrer Arbeit zu unterstützen. Bei Rückfragen bzw. allgemeinen Fragen und Anliegen in dieser schwierigen Zeit stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Im Folgenden haben wir Ihnen die Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen auf Landes- und Bundesebene im Zuge der Corona-Pandemit mit entsprechender Verlinkung zusammen gestellt:

Maßnahmen in Bayern

Bayerns Schutzschirm gegen Corona 

Ministerpräsident Söder hat ein umfangreiches Hilfspaket für bayerische Unternehmen angekündigt. 

  • Der Bürgschaftsrahmen der LfA Förderbank Bayern – dem bayerischen Pendant zur KfW des Bundes – wird von bisher 100 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro erhöht. Die LfA kann so 80 bis 90 Prozent des Kreditrisikos der normalen Hausbanken – statt bisher 50 bis 60 Prozent – auffangen. Das Risiko der Hausbank reduziert sich damit auf ein Minimum.
  • Die Staatsregierung errichtet einen Bayernfonds als Teil der LfA: Damit kann der Staat vorübergehend als Teilhaber eines Unternehmens einspringen, wenn die Finanzierung kritisch wird, bevor die Insolvenz droht.

Erster Ansprechpartner in allen Fällen ist Ihre Hausbank. Sie berät und beantragt finanzielle Hilfen bei der LfA. 

Soforthilfe Corona

Das Soforthilfeprogramm richtet sich an gewerbliche Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und bietet eine gestaffelte Liquiditätshilfe bis zu 30.000 Euro pro Betrieb. Der unterschriebene Antrag kann unbürokratisch per Email an die jeweils zuständige Bewilligungsbehörde gesendet werden. Alle Informationen dazu finden Sie hier

Informationen und Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministerium

Das bayerische Wirtschaftsministerium fasst kompakt auf einer Seite alle derzeit zugänglichen Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen zusammen. 

vbw ServiceCenter Corona-Pandemie

Die vbw hat ein Service Center zur Corona-Pandemie eingerichtet, mit wichtigen Informationen für Unternehmen. Die Hinweise sind frei zugänglich.

LfA: Unterstützung bei Liquiditätsproblemen

Die LfA-Förderbank Bayern bietet Liquiditätshilfe durch Kredite und Risikoübernahme.

Erleichterungen bei der Kurzarbeit

  • Mindestens 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes müssen von Arbeitsausfall betroffen sein (statt bisher 1/3).
  • Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit für die Ausfallzeit zu 100 Prozent von der BA erstattet.
  • Kurzarbeitergeld können auch Zeitarbeiter erhalten.
  • In Betrieben, in denen Regelungen zur Führung von Arbeitskonten bestehen, wird auf den Aufbau von Minusstunden verzichtet.
  • Wichtig: Unternehmen müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen. Erst danach kann dieses beantragt werden.
  • Siehe dazu: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

vbw Ausfüllhilfe von Anträgen für Kurzarbeitergeld

Das Video ist mit der Bundesagentur für Arbeit abgestimmt. Die vbw hat in Bayern in Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit und den Kammern die Beratung für Unternehmen zur Kurzarbeit übernommen.

Maßnahmen des Bundes

Soforthilfen (Solo-Selbständige, Kleinunternehmer und Betriebe bis 50 Mitarbeiter)
• Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
• Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
• Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss
auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.
• Diese Finanzhilfen müssen nicht zurückgezahlt werden.
• Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona, diese sind zu
versichern.
• Die Abwicklung erfolgt über die Länder. Hinweise zur Antragsstellung erfolgen baldmöglichst, Informationen finden Sie hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/
coronavirus.html#id1694894

Stärkung von Eigenkapital


Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WFS) dient der Stabilisierung von systemrelevanten
Unternehmen und der Sicherung von Arbeitsplätzen, Lieferketten und Wertschöpfung.
Gesamtvolumen bis zu 600 Mrd. Euro.

Bürgschaftsprogramme

  • Eine Aufstockung des Gewährleistungsrahmens um bis zu 93 Mrd. Euro (entsprechend der im Haushaltsgesetz gegebenen Möglichkeit) ist vorgesehen.
  • KfW-Unternehmerkredite (etablierte Unternehmen) werden für Großunternehmen geöffnet
  • (bisher Umsatz 500 Mio. Euro; jetzt bis zu 2 Mrd. Euro) und Risikoübernahme
  • bis zu 80 % für Kredite bis 200 Mio. Euro erhöht.
  • Für KMU bietet die KfW eine bis zu 90%-ige Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) an.
  • KfW-Kredit für Wachstum: Umsatzgrenze auf 5 Mrd. Euro erhöht; keine Beschränkungen
  • mehr auf bestimmten Bereich; erhöhte Risikoübernahme auf bis zu 70 %.
  • Bei Unternehmen mit mehr als 5 Mrd. Euro Umsatz gilt weiterhin Einzelfallprüfung.
  • Bürgschaftshöchstbetrag auf 5 Mio. Euro verdoppelt. Entscheidungen bis zu einem
  • Betrag von 250.000 Euro durch die Bürgschaftsbanken innerhalb von 3 Tagen.

Erleichterungen beim Thema Steuern

  • Die Herabsetzung der Einkommensteuer-/Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen (einschl. Solidaritätszuschlag) soll bei Darlegung der Verhältnisse vom Finanzamt vorgenommen werden. Bei der Gewerbesteuer soll entsprechend vorgegangen werden.
  • Die Stundung der Einkommen-, Körperschaft- und auch Umsatzsteuer soll ebenfalls unter Darlegung der Verhältnisse erfolgen. Dabei sind vom Finanzamt keine strengen Anforderungen zu stellen.
  • Vollstreckungsmaßnahmen wegen Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer-rückständen werden ausgesetzt, wenn das Unternehmen von den Corona-Maßnah-men betroffen ist. Säumniszuschläge werden erlassen.
  • Siehe dazu: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardarti-kel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html