Eröffnungszeremonie: MULTIVAC Fertigungswerk in Bozhuriste, Bulgarien

VDMA Bayern

Am 6. Juni eröffnete das Unternehmen MULTIVAC, dessen Firmenzentrale in Wolfertschwenden (Unterallgäu) angesiedelt ist, in Bozhurishte bei Sofia das erste Fertigungswerk in Osteuropa.

Zu der Eröffnung waren der bulgarische Premierminister Boyko Borissov, der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, der bulgarische Vizewirtschaftsminister Aleksandar Manolev sowie der deutsche Botschafter Herbert Salber neben weiteren lokalen und regionalen Politikern geladen. Seitens MULTIVAC waren die geschäftsführenden Direktoren Hans-Joachim Boekstegers, CEO, Guido Spix, CTO und Christian Traumann, CFO vor Ort. Der VDMA Bayern war durch Geschäftsführer Elgar Straub vertreten. 

Das neue Produktionswerk von MULTIVAC Bulgaria Production Ltd. ist im Industriegebiet von Bozhurishte angesiedelt und hat eine Gesamtfläche von rund 20.000 Quadratmetern. Der Komplex umfasst neben einem Fabrikgebäude mit neuester Technologie für die Teile-Produktion von MULTIVAC auch ein modernes Lager bzw. Logistikzentrum, ein Trainingscenter und ein Verwaltungsgebäude. Neben der bulgarischen Vertriebs- und Servicegesellschaft sind auch ein internationales Shared Service Center für IT, strategischen Einkauf sowieDesign und Service im neuen Gebäude untergebracht.

Der Spatenstich für die neue Produktionsstätte wurde im September 2016 gefeiert. Insgesamt wurden 18,8 Millionen Euro investiert und mehr als 150 moderne und sichere Arbeitsplätze geschaffen. Bereits 2015 startete das Unternehmen daher mehrere Initiativen, um Fachkräfte, unter anderem in den Bereichen IT und Logistik, für das Unternehmen zu begeistern.

„Wir freuen uns, nach einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren nun die Eröffnung unserer ersten Produktionsstätte in Osteuropa hier in Bozhurishte feiern zu können“, sagte Hans-Joachim Boekstegers, geschäftsführender Direktor und Group CEO von MULTIVAC. „Mit qualifiziertem Fachpersonal werden wir an diesem Standort im Dreischichtbetrieb Maschinenteile und Baugruppen im MULTIVAC Qualitätsstandard produzieren. Dabei kommen moderne Dreh- und Fräsmaschinen zum Einsatz, wie wir sie auch an unserem Hauptsitz in Deutschland verwenden. Übrigens sind bereits jetzt, nur wenige Wochen nach Inbetriebnahme, alle Kapazitäten voll ausgelastet.“ 

 

"Wir freuen uns nun die Eröffnung unserer ersten Produktionsstätte in Osteuropa hier in Bozhurishte feiern zu können."

Hans Joachim Boekstegers

Der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer betonte das hohe Interesse bayerischer Unternehmen an Bulgarien. „Unser bilaterales Handelsvolumen hat sich in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Zahlreiche bayerische Unternehmen haben Niederlassungen in Bulgarien. Das konstante Wirtschaftswachstum Bulgariens,  der stabile Wechselkurs und das günstige Lohnniveau bieten sehr gute Voraussetzungen, um die Geschäftsbeziehungen weiter auszubauen.“ lobte die stabilen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bulgarien und Deutschland, wo auch mittelständische Unternehmen Niederlassungen haben. Das konstante Wirtschaftswachstum Bulgariens sowie der stabile Wechselkurs bieten die idealen Grundvoraussetzungen, um Geschäftsbeziehungen weiter auszubauen, so Staatsminister Pschierer.

VDMA Bayern Geschäftsführer Elgar Straub betonte während der Eröffnung die guten Beziehungen zwischen Bayern und Bulgarien. „Mehrere unserer Mitgliedsunternehmen haben reges Interesse an Bulgarien als Wirtschaftsstandort. Das Land bietet geographische Nähe zu Europa, stabiles Wirtschaftswachstum und einen stabilen Währungskurs zum Euro bei geringeren Produktions- und Personalkosten. Auch in ehemals billigen Fertigungsländern in Asien steigen die Kosten zunehmend, was dazu führt, dass mehr und mehr Firmen Richtung Osteuropa schauen. Der VDMA Bayern hat diese Trendwende erkannt, und nutzt derartige Reisen um sich entsprechend vor Ort zu informieren.“

"Das konstante Wirtschaftswachstum Bulgariens, der stabile Wechselkurs und das günstige Lohnniveau bieten sehr gute Voraussetzungen, um die Geschäftsbeziehungen weiter auszubauen."

Franz Josef Pschierer