Qualitativ hochwertige Ingenieurausbildung sicherstellen

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Qualitativ hochwertige Ingenieurausbildung sicherstellen Hochschule München schließt Maschinenhaus-Transferprojekt in Kooperation mit dem VDMA erfolgreich ab.

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Individuelle Betreuungsangebote in der Studieneingangsphase und Entwicklung eines gemeinsamen Grundstudiums für verwandte Bachelorstudiengänge: diese und weitere Resultate präsentierten die Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) beim gestrigen Abschlussworkshop des Maschinenhaus-Transferprojekts. Das Ziel der Maschinenhaus-Initiative des VDMA: den Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften erhöhen und Hochschulen in der Lehre beraten und unterstützen.

Unterstützungsmöglichkeiten für Erstsemesterstudierende
Wie werden in einem Maschinenbaustudium auch theoretische Grundlagenfächer
greifbar und die Studienabbruchquote damit gesenkt? Auf welche Weise können
Lehrinhalte noch besser abgestimmt und ein „roter Faden“ für die Studierenden
entwickelt werden? Zu diesen Leitfragen fanden im Rahmen des Transferprojekts
mehrere Gesprächsrunden mit Studiengangsverantwortlichen, Lehrenden und Studierenden
statt. Die Workshops begleiteten Experten des VDMA und des HIS-Institutes
für Hochschulentwicklung (HIS-HE). Uwe Krüger von HIS-HE erklärte: „Angesichts
der sich deutlich unterscheidenden Vorkenntnisse gilt es, Erstsemesterstudierenden
von Anfang an passgenaue Orientierungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
anzubieten. Dazu kann beispielsweise eine stärkere Nutzung von Kennzahlen
sowie regelmäßiger Austausch der Lehrenden beitragen“.


Studiendekan Prof. Dr. Gerhard Knauer zur Aufgabe der Hochschule: „Engagierte
und gut ausgebildete Ingenieure sind die tragende Säule eines hochtechnisierten
Landes wie Deutschland. Eine wesentliche Aufgabe der Hochschulen ist es, Begeisterung
für den anspruchsvollen Beruf des Ingenieurs zu wecken und die Basis
zu schaffen, dass die Studierenden mit Motivation ihre Ausbildung erfolgreich abschließen.“

Zusammenarbeit für den Studienerfolg
Gerade zu Beginn des von ihnen gewählten Studiums stellen hohe Leistungsanforderungen
die Studierenden vor große Herausforderungen. Knapp 30 Prozent der Studierenden gehen einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zufolge ohne Abschluss von den Hochschulen ab. Als die drei Hauptgründe werden hohe Leistungsanforderungen, mangelnde Motivation und fehlender Praxisbezug genannt. Im Rahmen des Maschinenhaus-Transferprojekts wurden gemeinsam mit dem VDMA Handlungsfelder mit dem Ziel erarbeitet, die Qualität der Ingenieurausbildung an der Fakultät weiter zu verbessern. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, ein hohes Ausbildungsniveau zu garantieren und gleichzeitig die Studienabbrecher-Quote zu reduzieren. Die aus dieser Zusammenarbeit resultierenden Maßnahmen werden derzeit umgesetzt.
Die Gestaltung der Studieneingangsphase der Fakultät – zum Sommersemester
2017 entwickelt und damals erstmalig umgesetzt – wurde durch das Transferprojekt
bestätigt und erhielt neue Impulse. Das Konzept erleichtert den Studierenden
den Einstieg, indem sie schnell Orientierung gewinnen und systematisch wesentliche
Ressourcen der Fakultät kennenlernen. Ein erster Baustein für ein erfolgreiches
Studium.


Projektorientierte Lehre von Anfang an
Neben dem Aufbau von Wissen ist der Erwerb von Praxis-Kompetenzen ein entscheidender
Wettbewerbsvorteil für die Absolventen. In den Bachelorstudiengängen
sind daher Industrieprojekte fester Bestandteil im Curriculum. Um die Studierenden
von Beginn an für ihr Ingenieurfach zu begeistern, wird die projektorientierte
Lehre an der Fakultät mittels eines praxisorientierten und modulübergreifenden
Konzepts nun bereits im ersten Semester durchgeführt. „Das VDMA-Transferprojekt
hat uns zusätzlich darin bestärkt, unsere projektorientierte Lehre weiter
auszubauen,“ kommentierte Studiendekan Prof. Dr. Lutz v. Schwerin.
VDMA-Bildungsreferent Michael Patrick Zeiner überreichte zum Abschluss des
Projekts und zur Würdigung des Engagements der Fakultät für Maschinenbau,
Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik das „Maschinenhaus-Zertifikat“. Die Hochschule
München hat damit als 47. Fachbereich in Deutschland das Maschinenhaus-
Transferprojekt erfolgreich abgeschlossen.