Italien - Geschäftspotentiale für den deutschen Maschinenbau

Italien ist nach wie vor ein interessanter Markt für den bayerischen Maschinenbau. Auf Grund der geographischen Nähe sind die Wirtschaftsbeziehungen vor allem mit Bayern stark. Der italienische Maschinenbau, vor allem im Norden des Landes, ist ähnlich geprägt von einem starken Mittelstand. Bayern und der Norden Italiens haben eine ähnliche Wirtschaftskraft, während der Süden Italiens leider wirtschaftlich dem Rest des Landes hinterherhinkt.

Über aktuelle Geschäftschancen informierten sich 20 Vertreter von bayerischen Maschinenbau-Unternehmen am 25. Juni 2019. Die Kooperationsveranstaltung mit der AHK Mailand, Rödl&Partner, Rüdiger Nitz sowie Bauer Macchine war damit ein voller Erfolg.

Bayerische Unternehmen führten 2018 Maschinen im Wert von 4 Mrd. EUR nach Italien aus, während italienische Firmen Maschinen im Wert von 2,1 Mrd. EUR in Bayern verkauften. Besondere Chancen ergeben sich für bayerische Firmen durch das Industrie 4.0 Gesetz 232/2016. Damit haben italienische Kunden die Möglichkeit, Investitionen im Bereich Industrie 4.0 mit bis zu 270 Prozent abzuschreiben. Steuerersparungen bis zu 41 Prozent können sich dadurch ergeben.

Italien leidet oft unter ähnlichen Problemen wie Bayern. Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem, vor allem weil Italien kein duales Ausbildungssystem wie Deutschland hat. Sorgen bereitet den Unternehmen ebenfalls die weitere konjunkturelle Entwicklung des Landes, die viele als eher schlecht einstufen. Daher halten sich viele Unternehmen im Moment auch zurück mit Investitionen.

Für weitere Informationen zu den bis 2020 verlängerten Hyper-Abschreibungen, Meldepflichten in Italien oder den rechtlichen Rahmenbedingungen, wenden Sie sich gerne an uns. Wir verweisen Sie an den jeweiligen Experten im VDMA und der AHK Italien.